Die Nachfrage nach Holzpellets wächst seit Jahren – und Deutschland zählt zu den führenden Produzenten in Europa. Allein 2025 wurden laut DEPI (Deutsches Pelletinsitut) über 4 Mio. Tonnen Holzpellets produziert.
Diese hohen Produktionskapazitäten schaffen nicht nur Versorgungssicherheit, sondern zeigen auch die Bedeutung einer effizienten und nachhaltigen Pelletproduktion – besonders im Hinblick auf den Ausbau erneuerbarer Energien.
wohl und warm betreibt insgesamt 15 Produktionsstätten, Werks- und Lagerstandorte und nimmt damit eine starke Position unter den führenden Pelletproduzenten Europas ein.
Rohstoffverfügbarkeit und Bedeutung für die Produktion
Deutschland gilt trotz wachsendem Heizungsmarkt weiterhin als Selbstversorger und Nettoexporteur von Holzpellets. Das liegt daran, dass die Pelletproduktion überwiegend auf Sägenebenprodukten wie Spänen, Sägemehl und Hackschnitzeln basiert, die in ausreichender Menge verfügbar sind.
Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Pelletproduktion
Ein entscheidender Vorteil von Holzpellets ist die energieeffiziente Herstellung. Der Energieaufwand liegt bei lediglich 2,7 % des Heizwertes – deutlich weniger als bei Erdgas (10 %) oder Heizöl (12 %).
Diese hohe Effizienz trägt dazu bei, dass Pellets im Marktvergleich wirtschaftlich bleiben, selbst bei schwankenden Energiekosten.
Nach diesen allgemeinen Einblicken in die Effizienz der Pelletproduktion stellt sich die Frage: Wie setzen Hersteller das konkret um? Bei wohl und warm beginnt dies mit einem klar strukturierten Produktionsprozess, der vom Rohstoff bis zur Qualitätskontrolle durchdacht ist.
Der Holzpellets Herstellungsprozess bei wohl und warm
Rohstoffanlieferung & Vorbereitung
Für unsere wohl und warm-Pellets verwenden wir überwiegend naturbelassene Holzreste aus umliegenden Sägewerken:
- Späne
- Sägemehl
- Hackschnitzel
Ein kleiner Teil stammt aus nicht sägefähigem Rundholz aus Durchforstungen, Trockenheitsschäden oder Käferbefall. Der Rohstoff wird per LKW angeliefert und auf dem Rohstoffplatz zwischengelagert. Grobes Material wird mit stationären oder mobilen Holzhackern zerkleinert.
Über Schubböden gelangt der Rohstoff in die Produktion. In Nasshammermühlen wird das Material auf eine gleichmäßige Größe gebracht – ein wichtiger Schritt für eine homogene Trocknung und hochwertige Pelletqualität.
Trocknung – der entscheidende Schritt
Der Wassergehalt des angelieferten Materials liegt oft bei über 35 %. Für die Pelletierung muss er jedoch auf unter 10 % sinken. Hierfür kommen großdimensionierte Niedertemperatur-Bandtrockner zum Einsatz. Die getrockneten Späne „reifen“ in Trockenspansilos nach, damit sich der Restwassergehalt optimal homogenisiert – ein zentraler Qualitätsfaktor.
Pelletierung – Pressen unter Druck und Hitze
Vor dem Pressen werden die Späne in Trockenhammermühlen fein zermahlen. Die Pelletierung erfolgt in modernen Matrizenpressen:
- Späne werden durch eine rotierende Matrize gedrückt
- mit hohem Druck werden diese in die typische Zylinderform gepresst
- generell sind keine chemischen Zusätze nötig, denn holzeigene Lignine wirken als natürlicher „Klebstoff“
Lediglich minimale Mengen pflanzlicher Stärke (max. 2 %) werden verwendet, um die mechanische Festigkeit zu verbessern – im Rahmen der ENplus A1-Vorgaben.
Kühlung, Siebung & Lagerung
Nach dem Pressvorgang werden die Pellets:
- gekühlt
- von Feinanteilen befreit
- in große Silos transportiert
Ein Teil wird als Sackware in recycelter Folie abgefüllt – der Rest bleibt lose und wird per Silofahrzeug ausgeliefert.
Qualitätskontrollen nach ENplus A1 und DINplus A1
Unsere Produktion unterliegt strengen internen und externen Prüfungen:
- Kontrollen nach jedem Produktionsschritt
- Eigenes Labor zur Analyse von Aschegehalt, Härte, Wassergehalt, etc.
- Jährliche externe Inspektionen (Qualität, Ausrüstung, Prozesse, Dokumentation)
- Zertifizierung nach ENplus A1 und DINplus A1
Das ENplus A1-Siegel garantiert eine hohe Qualität, Transparenz und Rückverfolgbarkeit – ein entscheidender Vorteil im Pelletmarkt Deutschland.
Wie sich die Produktion auf die Marktentwicklung auswirkt
Durch stabile Rohstoffverfügbarkeit und effiziente Produktionsprozesse erwarten Experten auch in den kommenden Jahren eine verlässliche Versorgung mit Pellets in Deutschland – unabhängig von kurzfristigen Preisschwankungen.
Die Kombination aus hoher Produktion, regionalen Rohstoffen und moderner Technologie ermöglicht langfristige Planungssicherheit für Verbraucher und Industrie.
Fazit: wohl und warm steht für Qualität, Effizienz und Versorgungssicherheit:
- Regionale und nachhaltige Rohstoffnutzung
- Energieeffiziente Herstellung
- Hohe ENplus A1- und DINplus A1-Qualität
- Versorgungssicherheit
Damit leisten wohl und warm-Holzpellets nicht nur einen Beitrag zur Energiewende – sie sind auch ein verlässlicher und wirtschaftlicher Brennstoff.
